Reise, Text, Thailand

1. Tag der Studienreise

Heute morgen fuhren wir über eine sehr lange kurvenreiche Straße den Berg hinauf zum Tempel Wat Phra That Do Suthep. Gegen diesen Berg ist unser Giesinger Berg nur eine leichte Bodenunebenheit. Als wir endlich oben angekommen sind, ging es noch einmal über eine hohe Treppe (200 Stufen) zur buddhistischen Tempelanlage hinauf. Dieser Weg ist ein Sinnbild für die buddhistische Lehre, wonach man das Augenmerk auf den (langen) Weg richten soll, nicht gleich auf’s Ziel. Jeder konnte für sich alleine die Tempel besichtigen.

Danach fuhren wir weiter in die Galerie von Wattana Wattanapun. Der Künstler beschäftigt sich unter anderem mit den Auswirkungen von staatlichen Umsiedlungsprogramme und mit traditioneller Thailändischer Kunst. Es waren einige schöne Bilder dabei, beispielsweise eine Serie, in dem traditionelle Stoffmuster mit beinahe kalligrafisch anmutenden breiten Strichen verbunden waren.

Weiter ging es in das Textilmuseum der Nationalbank. Hier gab es nochmals eine Einführung zur Herstellung und Bedeutung der thailändischer Stoffmuster.

Obwohl (oder weil?) es sich hierbei um eine Staatliche Einrichtung handelt, griff man bei der Wahl der Schriften für die Ausstellung auf die eher langweiligen Comic Sans, Verdana und Eurostyle zurück.

Dann ging es in das Containermuseum 31st Century Museum of Contemporary Spirit, das halb im Dschungel lag. In den Container wurde uns ein paar Werke gezeigt. Außerdem
durften wir das Atelier betreten. Diese ungewöhnliche Haus hat der Künstler selber gebaut, mit Löcher im Boden und der Decke. Durch diese Löcher wächst ein Baum, der vor dem Haus schon da war. Es war heute sehr schwül und es gab sehr viele Mücken. Wir sprühten uns alle immer sehr fleißig ein.

Bevor wir zurück in unser Hotel gingen, haben wir noch einmal einen Abstecher zum Tempelkomplex Wat Umong gemacht.

In Thailand ist es üblich, die Schuhe auszuziehen, wenn man einen Raum betritt. Egal, ob in der Galerie, dem Museum oder den Tempel. So oft wie heute haben wir unserer Schuhe noch nie an- und ausgezogen.

Standard