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Abschluss

Reise-Daten

  • 5 verschiedene Flüge
  • 2267 Fotos

Was wir in Thailand vermisst haben

  • Luftfeuchtigkeit unter 20%
  • Anfangs: »normales« Essen, weil der Körper etwas gebraucht hat, sich auf die neuen Zutaten einzustellen

Was wir jetzt Zuhause vermissen

  • Ganz klar: das Lächeln und die unkomplizierte, offene Einstellung, welche die Thailänder uns Touristen entgegengebracht haben
  • Temperatur über 30 Grad
  • Inzwischen: das Thailändische Essen und dass erst einmal alle Gerichte auf den Tisch gestellt werden und sich dann jeder überall bedienen darf
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buddhistische Mönche

Mönche in Thailand dürfen nicht berührt werden. Auch fotografieren ist verboten.
Für Mönche sind in Taxi-Booten und in der Metro bzw. in der Sky Train eigene Plätze reserviert.

Unterhält man sich mit einem Mönch, muss darauf geachtet werden, dass man stets tiefer sitzt als dieser und dass die eigenen Füße nicht zu ihm hinzeigen.

Diese Regeln werden in Thailand (zumindest von Nicht-Touristen) streng eingehalten. Wir haben im TV eine Talk-Show gesehen, in der der Moderator deswegen fast am Boden sitzen musste.

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Regenzeit

Vor unserer Reise dachten wir uns, Regenzeit bedeutet ständig mieses Wetter. Dass das so nicht stimmt, hat uns Vorort doch sehr gefreut.

In Thailand gibt es drei Jahreszeiten »kühl« (ca. November–März), »heiß« (ca. April–August) und »Regenzeit« (ca. Juli–November). Kühl bedeutet in Thailand, Temperaturen selten unter 25 Grad. In der heißen Zeit kann es schon mal 35 bis 40 Grad werden.

20130805-204335.jpgAls wir dort waren war es heiß in Thailand! Schwül-heiß mit Luftfeuchtigkeit um die 80% bis 100%.

Während wir in Phuket waren regnete es gar nicht, unseren ersten tropischen Regenschauer erlebten wir in China Mai. Dann regnet es zwar nur maximal eine Stunde, das Wasser kann dann aber schon mal 30 cm in den Straßen stehen. Immerhin kann man den Regenschirm dann Zuhause lassen, der hilft hier dann auch nicht mehr. Den Rest des Tages ist es meist heiter.

Der größte Vorteil der Regenzeit ist, dass dieser Begriff vielleicht einige Touristen abschreckt. Vor allem in Bangkok sind zwar immer noch sehr viele Menschen unterwegs, aber man merkt doch, dass Nebensaison ist. Alles ist weniger überlaufen und preiswerter als sonst. Ihren Höhepunkt erreicht die Regenzeit meist erst im September. So gesehen fand diese Reise für uns zu genau richtigem Zeitpunkt statt.

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Taxifahrer in Bangkok

Einmal wollten wir mit dem Taxi zum Jim-Thompson-House fahren, wurden aber zu einem Jim-Thompson-Store gefahren, der knapp 2 km vom Ziel entfernt war. Der Fahrer wollte uns par­tout nicht zum gewünschten Ort weiter fahren. Es war ihm gerade zu viel Verkehr auf der Straße. Wir mussten also aussteigen und ein neues Taxi nehmen.

Taxis haben in Thailand viel interessantere Farben als in Deutschland: Statt »Hellelfenbein« sind sie hier in Pink, GelbGrün, Rot, Hellblau, Orange oder ganz anderen Farben lackiert.

Nimmt man in Bangkok ein Taxi sollte man immer vor dem Einsteigen darauf bestehen, dass das Taxameter eingeschaltet wird. Wir haben öfters erlebt, dass der Taxifahrer einen Pauschalpreis verhandeln wollte, der in der Regel immer das drei- bis vierfache des Taxameterpreises ausmachte – man braucht ja schließlich noch Verhandlungsspielraum.

Außerdem sollte man sich das Ziel mehrmals bestätigen lassen. Thailänder sind höflich und sagen zu allem erst einmal »ja« – was nicht bedeutet, dass sie tatsächlich verstanden haben, wo es hingehen soll.

Nicht alle können englisch sprechen oder lesen. Um diese Barriere zu umgehen sind wir nach ein paar Versuchen dazu übergegangen, uns das Ziel vom Hotel auf einen Zettel in thailändischer Schrift aufschreiben zu lassen. Kann der Taxifahrer das Ziel dann lesen, muss er es nicht unbedingt auch kennen. Deshalb also lieber mehrmals bestätigen lassen.

Aber auch dann kann es passieren, dass der Taxifahrer (evtl. auch nach Rücksprache mit seiner Zentrale) einfach weiter fährt. In diesem Fall hat er von seinem Chef die Anweisung erhalten, staugefährdete Bereiche zu meiden. Es ist wohl zu unrentabel zwar für die Hinfahrt bezahlt zu werden, dann aber selber unbezahlt im Stau zu stecken.

Aber auch mit eingeschaltetem Taxameter kann man noch einiges erleben. Ob es wirklich notwendig ist, den Stau gar so weiträumig zu umfahren? Wenn man die gebührenpflichtige Autobahn benutzt, versteht es sich von selber, dass diese Gebühren zusätzlich vom Gast bezahlt werden.

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to be continued

Vielen Dank für eure tollen Rückmeldungen!

Wir haben noch die Texte und Bilder der letzten Tage in Vorbereitung, sind aber wegen dem fehlenden Internet und vor allem wegen Zeitmangel noch nicht dazu gekommen, sie zu veröffentlichen. Also, schaut bitte in den nächsten Tagen noch einmal hier vorbei!

Bis dann!

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Neuer Tag

Frühstück: Reissuppe mit Fisch und Schrimps und ein süßes Weißbrot mit einem Dip aus Kokusmilch und Papaja.

Heute wollen wir Orte erkunden, die nicht so leicht mit öffentlichen Verkehrsmittel oder Taxi zu erreichen sind.

Ein Bus, dessen Getriebe hörbar seine besten Jahre bereits hinter sich hat, brachte uns zur Bangkok University in Rangsit, wo wir eine ausgedehnte Campus-Besichtigung machten. Die Größe war beeindruckend. Wir wären aber gerne auch mit einigen Studenten in Kontakt gekommen. Aber die Zeit drängt heute etwas.

Deshalb ging es mit dem Bus weiter. Wir bestiegen alle ein zufällig vorbeikommendes Tuk Tuk um die letzten 500 Meter zum Artist House zurückzulegen. Das befindet sich in einem alten Haus an einem Kanal, das man über eine Holz-Galerie über dem Wasser erreichte. Uns erwartete eine traditionelle Puppenvorführung, die unterhaltsam und lustig war. Jede Puppe wurde von drei Akteure in schwarzen Gewändern und schwarzer Gesichtsmaske bewegt.

Jeder Mensch muss dann und wann auch was Essen. Nur nicht die Thailänder. Sie Schlemmern lieber – das haben wir jetzt schon mehrmals miterleben dürfen. Unser nächster Stopp war dementsprechend ein wunderschöner Markt am Fluß: Wat Don Wai. Dieser befindet sich eine dreiviertel Stunde westlich von Bangkok auf dem flachen Land, das merkt man auch an den Menschen und dem angebotenen Früchten, Gemüse und Fischen. Natürlich haben auch wir einiges dort gekauft – Chili, Chili, Chili. Also getrockneten Chili, frische Chilischoten und Chili-Pesto. Manche Verkäufer gaben uns noch den Tipp »very spicy«! mit auf dem Weg. Außerdem landeten im Einkaufskorb noch karamellisierte und in Sesam eingelegte Erd- und Cashewnüsse. Wir hätten hier stundenlang die Stände entlangschländern können!

Kurzfristig hat unsere nette thailändische Reisebegleitung Mallika dort angerufen und ein besonderes Mittagessen für uns organisiert. Uns erwartete neben dem Markt am Fluss ein breites Boot mit niedriger Überdachung und einem langen Tisch in der Mitte. Während wir an Tempeln, Anglerhütten und chillenden Schülern vorbeifuhren, wurde uns wieder ein reiches Mahl serviert. Zum
Reis gab es Ente, Fisch, Schrimps, verschiednes Gemüse – gedünstet Lotusstangen – Pilze, Salate und anderes, was wir nicht identifizieren können. Das war deshalb so kurzfristig möglich, weil die Zutaten ja schnell am Markt besorgt werden konnten.

Auf dem Rückweg nach Bangkok war es auf den Straßen eigentümlich ruhig. Normalerweise sollte wegen dem Berufsverkehr jetzt alles zu sein. Statt dessen fuhren in einigen sonst belebten Seitenstraßen gar keine Autos. Vermutlich waren diese gesperrt. Was ist los? In Thailand gibt es im wesentlichem zwei große politische Lager: die Königstreuen und die Anhänger des Ministerpräsidenten, die »Roten«. Soviel wir mitbekommen haben hat der Ministerpräsident eine Königsbeleidigung begannen, was hier gar nicht gerne gesehen wird und daher hoch bestraft wird. Nun möchte der Ministerpräsident ein Gesetz verabschieden, das ihn in dieser Sache Straffreiheit gewährt.

Gerade fängt es wieder zu Regnen an. Vielleicht beruhigt das die Gemüter etwas?

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Links vor Rechts

In Thailand gilt Linksverkehr. Man gewöhnt sich schnell daran, dass sich das Lenkrad im Auto auf der rechten Seite befindet. Auch, dass der Fahrer links statt rechts fährt wundert einem bald nicht mehr, da das hier ja alle so machen.

Schwieriger ist es beim Rechtsabbiegen. Ich denke immer: Jetzt fährt er auf die Gegenspur. An eines kann ich mich aber nach über eineinhalb Wochen einfach nicht gewöhnen: Beim Überqueren einer Straße schaue ich immer zuerst nach links … und wundere mich, wenn ich manchmal nur Autos von hinten sehe.

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Blick über den Wolken

Gerade sind wir von der Cocktailbar zurückgekehrt. Der Ausblick über die Stadt vom 54. Stockwerk des Hotels »Banyan Tree« mit Wetterleuchten war atemberaubend. In die ursprünglich geplante »Moonbar« im 61. Stockwerk konnten wir nicht gehen, da sie wegen dem windigen Wetter gesperrt war.

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Huhn, Ei und Cocktail

Was zuerst da war, die Henne oder das Ei, wissen die Thais ganz genau. Unser lateinisches Alphabet beginnt mit einem Alpha (abgeleitet vom phönizischen Zeichen für »Stier«), das thailändische »Alphabet« mit einem Huhn. Das Ei ist an zweiter Stelle.

Heute ging es noch vor dem Frühstück in den Buchladen สวนเงินมีมา (Suan Nguen Mee Ma) wo es eine Einführung in die thailändische Sprache gab. Es gibt sehr viele Buchstaben die sich wie k, g oder th anhören. Verschiedene kleine Akzente bestimmen den Stimmverlauf der Aussprache. Deshalb muss diese Schrift etwas größer geschrieben werden als unsere. Aufgrund der kaum vorhandenen Ober- bzw. Unterlängen muss auch der Zeilenabstand etwas größer sein. Da die einzelnen Wörter kürzer sind als bei uns, braucht man für die thailändische Schrift dennoch nicht mehr Platz.

Hühnchen stand auch bei unserem nächsten Termin im Mittelpunkt. Im »Blue Elephant«, einer Cooking School & Restaurant, bekamen wir vom thailändischen »Schubeck« eine Einführung ins thailändische Kochen. Uns wurde zuerst gezeigt, wie man »Koong Hom Phaa« (in Blätterteig eingewickelte und parnierte Garnele) zubereitet. Danach durften wir das Gericht selber nachkochen. Das selbe noch einmal mit »Tom Kha Kai Sui Mapraow Orn« (Suppe mit Hühnchen und Kokosnussmilch). Im Anschluss gab es ein 7-gängiges Menü, bei dem wir auch unsere eigene Kreationen essen durften. Es hat sehr thailändisch geschmeckt und war sehr abwechslungsreich. Dass wir danach so satt waren, liegt vielleicht auch daran, weil das »Blue Elephant« zu den ersten kulinarischen Adressen Bangkok zählt.

Nach so viel Essen war dringend Bewegung angesagt. Geplant war eine Architekturtour. Man wollte uns historische und moderne Gebäude zeigen. Im Wesentlichen war es eine Kanalfahrt durch ein paar Vororte von Bangkok. Aber das war auch sehr interessant, weil wir so auch Bangkok außerhalb der Innenstadt kennengelernt haben. Danach ging es zu Fuß weiter, durch ein Uni-Campus und ein Studentenviertel, wo eine angenehme Atmosphäre herrscht.

Jetzt sitzen wir gerade im Hotel und bereiten uns auf einen Cocktailabend in der »Moon Bar« im 61. Stockwerk des Hotels »Banyan Tree« vor.

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Goethe und Shirts

Heute ging es ins Goethe-Institut. Im offenem Innenhof war eine Ausstellung über den Granshan-Wettbewerb. Hier werden jährlich die besten nicht-lateinische Schriften ausgezeichnet – u.a. armenisch, griechisch und kyrillisch.

Der nächste Programmpunkt war wieder in einem Einkaufszentrum (Central World). Wir wollten wieder mit dem Taxi fahren, was sich als gar nicht so einfach heraus stellte. Da gerade Rush-hour war, hatten nur wenige Lust, uns dorthin zu befördern um dann, nachdem wir ausgestiegen sind, im Stau zu stehen. Irgendwann konnten wir aber dann doch welche überreden.
(Das hat jetzt schon mehrmals dazu geführt, dass wir mittags sehr lange brauchen, bis wir mit dem Taxi beim nächsten Programmpunkt ankommen. Wo es geht fahren wir deshalb mit dem Boot, der Metro, der Sky-Train oder gehen zu Fuß.)

Auf dem Weg dorthin kamen wir wieder in einen Platzregen. Zum Glück waren wir alle im Taxi als es losging. Am Ziel angekommen, schüttete es immer noch in Strömen und es wollte keiner so recht aussteigen. Blasius, ein Teilnehmer aus unserer Gruppe, fasste sich ein Herz und sprang als erstes raus … und versank sofort (immerhin Wadentief) in den Fluten am Straßenrand. Beinahe wären ihm die Badeschlappen weggespült worden. Wir schauten uns dieses Drama an und entschieden uns dann, den Taxifahrer zu bestechen, damit er uns nicht in den Weltuntergang raus schickt. Er fuhr uns dann zum Hoteleingang auf der Rückseite des Einkaufszentrums. Von dort konnten wir durch die Tiefgarage trockenen Fußes ins Einkaufszentrum gehen.

Dort empfing uns ein junger Unternehmer, der gerade eine T-Shirt-Fabrik von seinem Vater übernimmt. Dabei versucht er über neue T-Shirt-Designs neue Käuferschichten zu erschließen. In seinem Laden »Designiti« verkauft er diese direkt an den Endkunden. Er setzt hauptsächlich auf Nord-Thailändische Designer, weil hier seiner Meinung nach das Potenzial größer ist. Er zeigte uns eine Auswahl aktueller T-Shirt-Designs. Es waren sehr schöne Sachen mit gute Ideen dabei, viele mit thailändischen Motiven aber relativ »westlichem« Design.

Außerdem besuchten wir noch die Buchhandlung »Mahuna«. Deren Besitzerin Kiaos ist die Tochter eines bekannten thailändischen Dichters, der auch regelmäßig im TV auftritt und dessen Bücher hier verkauft werden. Außerdem war hier auf den ca. 30 qm das Organisationsbüro der Gransham-Konferenz mit bis zu fünf Mitarbeitern. Das ist etwas, was wir in Thailand gelernt haben: Hier wird nicht lange abgewägt, sondern einfach mal gemacht.

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Thais lieben Farben. Das erkennt man u.a. daran, dass alles (Häuser, Boote, Autos, Güterwaggons) in kräftigen Farben gehalten ist.

Überall findet man einfarbige Fahnen. Sehr häufig gelb, das für den König steht, der an einem Montag geboren ist, welcher im Buddhismus mit Gelb symbolisiert wird. In Phuket haben wir dagegen viele violetten Farben gesehen. Diese stehen wohl für die jüngste Tochter des Königs. Demnächst ist hier Muttertag. Zur Ehren der Mutter des Königs werden in Bangkok gerade überall hellblaue Fahnen aufgehängt.

Königsgelb, Königsviolet und Königsblau

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Ankunft in der Stadt der Engel

Bangkok ist eine Wucht! Überall wimmelt es von Menschen die scheinbar alle unterwegs.

Nachdem wir am Flughafen von kleine Bussen abgeholt wurden, die auch aus aus einem indischen Bollywood-Film stammen könnten, ging es ins Prince Palace Hotel. Dieses 5000-Betten-Hotel, bestehend aus drei Türmen, liegt ziemlich zentral in Bangkok, direkt am Fluss mit einer Bootsanlegestelle vor dem Haus. Das Grundstück und auch das Hotel selbst gehört dem König – daher auch der Name. Unser Zimmer befindet sich im 29. Stock (von ca. 32). Hier finden auch oft Kongresse und Riesen-Hochzeiten statt. Da kurz vor uns aber auf einem Schlag 500 Besucher abgereist sind, verzögerte sich unser Check-in etwas.

Nach einer kurzen Einführung wollten wir dann gleich mit unserem nächsten Programmpunkt fortfahren, wir haben schließlich schon genug Zeit verloren. Aber dann ging es auch noch mit unserem zweiten großen Regen während unserer Reise los. Also noch mal eine weitere halbe Stunde abwarten.

Nach vier Uhr wollten wir endlich mit dem Bus zum Fluß Chao Phraya. Da an der Haltestelle gerade der Verkehr dicht war ging es zunächst zu Fuß ein paar Stadtionen weiter. Mit dem Boot führen wir dann bis zur Endhaltestelle Nontaburi, wo uns ein Markt erwartete, der sich links und rechts an der Hauptstraße befindet. Hier gibt es unter anderem frische Meerestiere, andere Lebensmittel, Kleidung und Haushaltswaren zu kaufen. Weil dieser Markt etwas abseits gelegen ist, haben wir dort relativ viele Thais, bzw. weniger Touristen gesehen.

Im Fluss-Wasser neben dem Markt schwimmen teilweise so viele Fische, dass einzelne Fische kaum mehr mit Wasser bedeckt waren.

Während des Sonnenuntergangs ging es zurück in die Stadt in den Brown Sugar Jazz Club, der so ähnlich auch in New York stehen könnte. Zum Abendessen gab es Live-Musik. Wir bestellten uns zu Dritt einen Krug voll Heinecke-Bier. In München wäre diese Krug aber nicht einmal als Maß für eine Person durchgegangen.

Im zweiten Stock des Gebäudes befindet sich die Ausstellung zur Granshan-Konferenz, an der die tgm (Typographische Gesellschaft München) als Organisator beteiligt ist (und die auch den ursprünglichen Anlass dieser tgm-Reise bildete). Ausgestellt waren Poster der Reihe »Typo-Lyrics«. Ursprünglich war dies ein deutsches Buchprojekt: Gestalter sollten jeweils ein Lied in Posterform visualisieren. Später kamen dann noch armenische Lieder hinzu. Zu Granshan wurde diese Sammlung nun auch durch Poster mit Entwürfen von thailändischen Gestalter ergänzt, die thailändische Songs darstellen. In die jeweiligen Lieder konnte man mit einem MP3-Player reinhören. Für uns gab es Klebe-Tatoos, body-Lettering, Freibier und zum Ausklang des Abends eine Party.

PS: In Chiang Mai war im Hotel das Internet recht langsam, weshalb das Veröffentlichen unserer Einträge etwas gedauert hat. Leider gibt es hier in unserem Hotel in Bangkok gar kein freies Internet. Für diesen Eintrag haben wir jetzt ein Voucher gekauft.

PPS: Ach ja, Michi geht es inzwischen wieder gut!

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Ruhetag (ungewollt)

Heute stand u.a. ein Besuch in einer Papiermühle außerhalb von Chiang Mai an, zu diesem wir unfreiwillig verzichtet haben. Michi fühlte sich nicht ganz wohl (Schwindel und Bauchweh) und wir gingen stattdessen lieber zum Arzt. Es stellte sich heraus, dass ihm das thailändische Wetter (sehr hohe Luftfeuchtigkeit und sehr warm) und auch das Essen Probleme bereitete. Er hat eine Medizin verschrieben bekommen. Tabletten und Behandlungs-Servicegebühr kostete umgerechnet 2,50 Euro.

Nach dem Arztbesuch hat Michi heute geschlafen. Auch ich habe den Tag ruhig verbracht.

Abends gönnten wir noch eine Thai-Massage. Mir reichten 10 Minuten, Michi hat sich eine einstündige Massage geben lassen.

Heute erlebten wir zum ersten Mal ein Gewitter mit einem heftigen Platzregen. Bisher haben wir von der Regenzeit (Monsumregen) zum Glück noch nicht viel mitbekommen. Aber jetzt war es so heftig, dass wir auf dem Weg vom Tuk Tuk zum Hotel (weniger als 100 Meter) komplett durchnässt wurden. Bei diesem Regen hilft nur: unterstellen und abwarten.

In Chang Mai sind wir schon oft mit den Tuk Tuk gefahren. Es macht Spaß, mit den kleinen roten Autos rumzufahren. Auch ist es hier üblich, in einen bereits besetzten Tuk Tuk einzusteigen, wenn unser Ziel auch auf deren Fahrstrecke liegt.

Morgen früh geht es mit dem Flugzeug weiter nach Bangkok.

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1. Tag der Studienreise

Heute morgen fuhren wir über eine sehr lange kurvenreiche Straße den Berg hinauf zum Tempel Wat Phra That Do Suthep. Gegen diesen Berg ist unser Giesinger Berg nur eine leichte Bodenunebenheit. Als wir endlich oben angekommen sind, ging es noch einmal über eine hohe Treppe (200 Stufen) zur buddhistischen Tempelanlage hinauf. Dieser Weg ist ein Sinnbild für die buddhistische Lehre, wonach man das Augenmerk auf den (langen) Weg richten soll, nicht gleich auf’s Ziel. Jeder konnte für sich alleine die Tempel besichtigen.

Danach fuhren wir weiter in die Galerie von Wattana Wattanapun. Der Künstler beschäftigt sich unter anderem mit den Auswirkungen von staatlichen Umsiedlungsprogramme und mit traditioneller Thailändischer Kunst. Es waren einige schöne Bilder dabei, beispielsweise eine Serie, in dem traditionelle Stoffmuster mit beinahe kalligrafisch anmutenden breiten Strichen verbunden waren.

Weiter ging es in das Textilmuseum der Nationalbank. Hier gab es nochmals eine Einführung zur Herstellung und Bedeutung der thailändischer Stoffmuster.

Obwohl (oder weil?) es sich hierbei um eine Staatliche Einrichtung handelt, griff man bei der Wahl der Schriften für die Ausstellung auf die eher langweiligen Comic Sans, Verdana und Eurostyle zurück.

Dann ging es in das Containermuseum 31st Century Museum of Contemporary Spirit, das halb im Dschungel lag. In den Container wurde uns ein paar Werke gezeigt. Außerdem
durften wir das Atelier betreten. Diese ungewöhnliche Haus hat der Künstler selber gebaut, mit Löcher im Boden und der Decke. Durch diese Löcher wächst ein Baum, der vor dem Haus schon da war. Es war heute sehr schwül und es gab sehr viele Mücken. Wir sprühten uns alle immer sehr fleißig ein.

Bevor wir zurück in unser Hotel gingen, haben wir noch einmal einen Abstecher zum Tempelkomplex Wat Umong gemacht.

In Thailand ist es üblich, die Schuhe auszuziehen, wenn man einen Raum betritt. Egal, ob in der Galerie, dem Museum oder den Tempel. So oft wie heute haben wir unserer Schuhe noch nie an- und ausgezogen.

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