Reise, Text, Thailand

Goethe und Shirts

Heute ging es ins Goethe-Institut. Im offenem Innenhof war eine Ausstellung über den Granshan-Wettbewerb. Hier werden jährlich die besten nicht-lateinische Schriften ausgezeichnet – u.a. armenisch, griechisch und kyrillisch.

Der nächste Programmpunkt war wieder in einem Einkaufszentrum (Central World). Wir wollten wieder mit dem Taxi fahren, was sich als gar nicht so einfach heraus stellte. Da gerade Rush-hour war, hatten nur wenige Lust, uns dorthin zu befördern um dann, nachdem wir ausgestiegen sind, im Stau zu stehen. Irgendwann konnten wir aber dann doch welche überreden.
(Das hat jetzt schon mehrmals dazu geführt, dass wir mittags sehr lange brauchen, bis wir mit dem Taxi beim nächsten Programmpunkt ankommen. Wo es geht fahren wir deshalb mit dem Boot, der Metro, der Sky-Train oder gehen zu Fuß.)

Auf dem Weg dorthin kamen wir wieder in einen Platzregen. Zum Glück waren wir alle im Taxi als es losging. Am Ziel angekommen, schüttete es immer noch in Strömen und es wollte keiner so recht aussteigen. Blasius, ein Teilnehmer aus unserer Gruppe, fasste sich ein Herz und sprang als erstes raus … und versank sofort (immerhin Wadentief) in den Fluten am Straßenrand. Beinahe wären ihm die Badeschlappen weggespült worden. Wir schauten uns dieses Drama an und entschieden uns dann, den Taxifahrer zu bestechen, damit er uns nicht in den Weltuntergang raus schickt. Er fuhr uns dann zum Hoteleingang auf der Rückseite des Einkaufszentrums. Von dort konnten wir durch die Tiefgarage trockenen Fußes ins Einkaufszentrum gehen.

Dort empfing uns ein junger Unternehmer, der gerade eine T-Shirt-Fabrik von seinem Vater übernimmt. Dabei versucht er über neue T-Shirt-Designs neue Käuferschichten zu erschließen. In seinem Laden »Designiti« verkauft er diese direkt an den Endkunden. Er setzt hauptsächlich auf Nord-Thailändische Designer, weil hier seiner Meinung nach das Potenzial größer ist. Er zeigte uns eine Auswahl aktueller T-Shirt-Designs. Es waren sehr schöne Sachen mit gute Ideen dabei, viele mit thailändischen Motiven aber relativ »westlichem« Design.

Außerdem besuchten wir noch die Buchhandlung »Mahuna«. Deren Besitzerin Kiaos ist die Tochter eines bekannten thailändischen Dichters, der auch regelmäßig im TV auftritt und dessen Bücher hier verkauft werden. Außerdem war hier auf den ca. 30 qm das Organisationsbüro der Gransham-Konferenz mit bis zu fünf Mitarbeitern. Das ist etwas, was wir in Thailand gelernt haben: Hier wird nicht lange abgewägt, sondern einfach mal gemacht.

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