Anders als in Deutschland kann man in Thailänd auch am Sonntag einkaufen. Für uns war heute Shoppingday angesagt.
Zuerst fuhren wir zu einem sehr großen Markt mit 5.000 Stände, zum »Chatuchak weekend market« (the world’s largest weekend markets). Auch hier wieder: So. Viele. Menschen!
Auf dem Markt kann man stundenlang unterwegs sein. Ich habe endlich einen Sonnenhut gefunden. Michi hat ihn für mich von 190 Bath auf 170 Baht herunter gehandelt (Umrechnungskurs: 40 Baht sind etwa 1 Euro), also um ca. 25 Cent billiger. Bei diesen Preisen hat man aber beinahe ein schlechtes Gewissen, wenn man am Preis noch rumverhandelt.
Außerdem wollten wir Gewürze kaufen. An einem Stand hat ins der Verkäufer verschiedene probieren lassen, u.a. gelben, roten und grünen Curry. Gut, das wir kurz vorher Wasser gekauft haben. Das Zeug ist schon etwas scharf. Wir entschieden uns dann für 200g grünen Curry, die uns der Verkäufer so aber nicht geben wollte. Er fragte uns immer, für wieviele Leute wir kochen wollen. 100g reichen für ca. vier Personen. Jetzt haben wir also grünen Curry für acht Personen.
Dann ging es weiter zum MBK und Siam Paragon. Das sind mehrere sehr große Einkaufszentren. Dort gibt es neben den unzähligen Einkaufsläden auch ein Aquarium und ein Madame Toussad.
Nach dem Shoppen besuchten wir das »Thailand Creative & Design Center« (TCDC), sozusagen die asiatische tgm – nur mit viel mehr Mitgliedern (Umrechnungskurs: 40 TCDC-Mitglieder sind etwa 1 TGM-Mitglied). Diese Vereinigung ist ebenfalls in einem Shoppingcenter untergebracht. In der Designausstellung »What is design?« wurden auf einer Zeittafel die wichtigsten Meilensteine des Designs nach Jahre und Länder aufgelistet. Ein paar Designstücke, sortiert nach Länder, waren auch als Objekte ausgestellt. Für Deutschland stand ein Plattenspieler von Dieter Rams (Braun) und der Stahlrohr-Stuhl von Marcel Breuer (Bauhaus). Nebenan wurden in einer weiteren Ausstellung aktuelle Designstücke aus Thailand gezeigt, die sich unter anderem kreativ mit den Überschwemmungen der letzten Jahre auseinander setzen. Michi besuchte noch kurz die riesige Design- und Kunst-Bibliothek des TCDC.
Zum Abendessen gingen zu einem Straßen-Restaurand »Pad Thai« in der Nähe des Golden Mount (Tempel, der ehemals die höchste Erhebung Bangkok war). Das Essen wurde im Freien in einem großen Wok gekocht. Es gab leckere Glasnudeln mit Gemüse und Ei.
Man schaffte es dort, obwohl bereits alle Plätze besetzt waren, innerhalb von nicht einmal 10 Minuten für uns 15 Leute einen zusammenhängenden Tisch zu organisieren! Nachdem serviert wurde, waren auf unserem Tisch über 20 Teller verteilt. Die Bedienung hat sich da wohl etwas verrechnet. Macht aber nichts. Schließlich war das Essen lecker, wir hatten großen Hunger und beim Bezahlen hat einfach jeder ein paar Scheine in einen Korb gelegt.
Zum Ausklang des Tages gingen wir dann noch zum Obst- und Gemüsemarkt »Bobae«. Das ist bei unserem Hotel gleich um die Ecke. Der Markt hat offiziell bis 4 Uhr morgens geöffnet, aber eigentlich ist hier immer was los, da viele Verkäufer in ihrem Stand auch Wohnen. Das merkten wir auch daran, dass einige Verkäufer Fernseher schauten, schliefen, oder Gemüse bzw. Fleisch für morgen vorbereiteten. Aus unserer Gruppe wollte jemand Mangos kaufen. Er musste sich erst durch ein paar Stände durchfragen, bevor er jemanden gefunden hat, der Lust hatte, mit ihm jetzt Geschäfte zu machen.
Heute sind wir sehr viel gelaufen, laut meinem Schrittzahler waren wir fast 15 km unterwegs.
