Einmal wollten wir mit dem Taxi zum Jim-Thompson-House fahren, wurden aber zu einem Jim-Thompson-Store gefahren, der knapp 2 km vom Ziel entfernt war. Der Fahrer wollte uns partout nicht zum gewünschten Ort weiter fahren. Es war ihm gerade zu viel Verkehr auf der Straße. Wir mussten also aussteigen und ein neues Taxi nehmen.
Taxis haben in Thailand viel interessantere Farben als in Deutschland: Statt »Hellelfenbein« sind sie hier in Pink, Gelb–Grün, Rot, Hellblau, Orange oder ganz anderen Farben lackiert.
Nimmt man in Bangkok ein Taxi sollte man immer vor dem Einsteigen darauf bestehen, dass das Taxameter eingeschaltet wird. Wir haben öfters erlebt, dass der Taxifahrer einen Pauschalpreis verhandeln wollte, der in der Regel immer das drei- bis vierfache des Taxameterpreises ausmachte – man braucht ja schließlich noch Verhandlungsspielraum.
Außerdem sollte man sich das Ziel mehrmals bestätigen lassen. Thailänder sind höflich und sagen zu allem erst einmal »ja« – was nicht bedeutet, dass sie tatsächlich verstanden haben, wo es hingehen soll.
Nicht alle können englisch sprechen oder lesen. Um diese Barriere zu umgehen sind wir nach ein paar Versuchen dazu übergegangen, uns das Ziel vom Hotel auf einen Zettel in thailändischer Schrift aufschreiben zu lassen. Kann der Taxifahrer das Ziel dann lesen, muss er es nicht unbedingt auch kennen. Deshalb also lieber mehrmals bestätigen lassen.
Aber auch dann kann es passieren, dass der Taxifahrer (evtl. auch nach Rücksprache mit seiner Zentrale) einfach weiter fährt. In diesem Fall hat er von seinem Chef die Anweisung erhalten, staugefährdete Bereiche zu meiden. Es ist wohl zu unrentabel zwar für die Hinfahrt bezahlt zu werden, dann aber selber unbezahlt im Stau zu stecken.
Aber auch mit eingeschaltetem Taxameter kann man noch einiges erleben. Ob es wirklich notwendig ist, den Stau gar so weiträumig zu umfahren? Wenn man die gebührenpflichtige Autobahn benutzt, versteht es sich von selber, dass diese Gebühren zusätzlich vom Gast bezahlt werden.



