Reise, Text, Thailand

Ankunft in der Stadt der Engel

Bangkok ist eine Wucht! Überall wimmelt es von Menschen die scheinbar alle unterwegs.

Nachdem wir am Flughafen von kleine Bussen abgeholt wurden, die auch aus aus einem indischen Bollywood-Film stammen könnten, ging es ins Prince Palace Hotel. Dieses 5000-Betten-Hotel, bestehend aus drei Türmen, liegt ziemlich zentral in Bangkok, direkt am Fluss mit einer Bootsanlegestelle vor dem Haus. Das Grundstück und auch das Hotel selbst gehört dem König – daher auch der Name. Unser Zimmer befindet sich im 29. Stock (von ca. 32). Hier finden auch oft Kongresse und Riesen-Hochzeiten statt. Da kurz vor uns aber auf einem Schlag 500 Besucher abgereist sind, verzögerte sich unser Check-in etwas.

Nach einer kurzen Einführung wollten wir dann gleich mit unserem nächsten Programmpunkt fortfahren, wir haben schließlich schon genug Zeit verloren. Aber dann ging es auch noch mit unserem zweiten großen Regen während unserer Reise los. Also noch mal eine weitere halbe Stunde abwarten.

Nach vier Uhr wollten wir endlich mit dem Bus zum Fluß Chao Phraya. Da an der Haltestelle gerade der Verkehr dicht war ging es zunächst zu Fuß ein paar Stadtionen weiter. Mit dem Boot führen wir dann bis zur Endhaltestelle Nontaburi, wo uns ein Markt erwartete, der sich links und rechts an der Hauptstraße befindet. Hier gibt es unter anderem frische Meerestiere, andere Lebensmittel, Kleidung und Haushaltswaren zu kaufen. Weil dieser Markt etwas abseits gelegen ist, haben wir dort relativ viele Thais, bzw. weniger Touristen gesehen.

Im Fluss-Wasser neben dem Markt schwimmen teilweise so viele Fische, dass einzelne Fische kaum mehr mit Wasser bedeckt waren.

Während des Sonnenuntergangs ging es zurück in die Stadt in den Brown Sugar Jazz Club, der so ähnlich auch in New York stehen könnte. Zum Abendessen gab es Live-Musik. Wir bestellten uns zu Dritt einen Krug voll Heinecke-Bier. In München wäre diese Krug aber nicht einmal als Maß für eine Person durchgegangen.

Im zweiten Stock des Gebäudes befindet sich die Ausstellung zur Granshan-Konferenz, an der die tgm (Typographische Gesellschaft München) als Organisator beteiligt ist (und die auch den ursprünglichen Anlass dieser tgm-Reise bildete). Ausgestellt waren Poster der Reihe »Typo-Lyrics«. Ursprünglich war dies ein deutsches Buchprojekt: Gestalter sollten jeweils ein Lied in Posterform visualisieren. Später kamen dann noch armenische Lieder hinzu. Zu Granshan wurde diese Sammlung nun auch durch Poster mit Entwürfen von thailändischen Gestalter ergänzt, die thailändische Songs darstellen. In die jeweiligen Lieder konnte man mit einem MP3-Player reinhören. Für uns gab es Klebe-Tatoos, body-Lettering, Freibier und zum Ausklang des Abends eine Party.

PS: In Chiang Mai war im Hotel das Internet recht langsam, weshalb das Veröffentlichen unserer Einträge etwas gedauert hat. Leider gibt es hier in unserem Hotel in Bangkok gar kein freies Internet. Für diesen Eintrag haben wir jetzt ein Voucher gekauft.

PPS: Ach ja, Michi geht es inzwischen wieder gut!

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Ruhetag (ungewollt)

Heute stand u.a. ein Besuch in einer Papiermühle außerhalb von Chiang Mai an, zu diesem wir unfreiwillig verzichtet haben. Michi fühlte sich nicht ganz wohl (Schwindel und Bauchweh) und wir gingen stattdessen lieber zum Arzt. Es stellte sich heraus, dass ihm das thailändische Wetter (sehr hohe Luftfeuchtigkeit und sehr warm) und auch das Essen Probleme bereitete. Er hat eine Medizin verschrieben bekommen. Tabletten und Behandlungs-Servicegebühr kostete umgerechnet 2,50 Euro.

Nach dem Arztbesuch hat Michi heute geschlafen. Auch ich habe den Tag ruhig verbracht.

Abends gönnten wir noch eine Thai-Massage. Mir reichten 10 Minuten, Michi hat sich eine einstündige Massage geben lassen.

Heute erlebten wir zum ersten Mal ein Gewitter mit einem heftigen Platzregen. Bisher haben wir von der Regenzeit (Monsumregen) zum Glück noch nicht viel mitbekommen. Aber jetzt war es so heftig, dass wir auf dem Weg vom Tuk Tuk zum Hotel (weniger als 100 Meter) komplett durchnässt wurden. Bei diesem Regen hilft nur: unterstellen und abwarten.

In Chang Mai sind wir schon oft mit den Tuk Tuk gefahren. Es macht Spaß, mit den kleinen roten Autos rumzufahren. Auch ist es hier üblich, in einen bereits besetzten Tuk Tuk einzusteigen, wenn unser Ziel auch auf deren Fahrstrecke liegt.

Morgen früh geht es mit dem Flugzeug weiter nach Bangkok.

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1. Tag der Studienreise

Heute morgen fuhren wir über eine sehr lange kurvenreiche Straße den Berg hinauf zum Tempel Wat Phra That Do Suthep. Gegen diesen Berg ist unser Giesinger Berg nur eine leichte Bodenunebenheit. Als wir endlich oben angekommen sind, ging es noch einmal über eine hohe Treppe (200 Stufen) zur buddhistischen Tempelanlage hinauf. Dieser Weg ist ein Sinnbild für die buddhistische Lehre, wonach man das Augenmerk auf den (langen) Weg richten soll, nicht gleich auf’s Ziel. Jeder konnte für sich alleine die Tempel besichtigen.

Danach fuhren wir weiter in die Galerie von Wattana Wattanapun. Der Künstler beschäftigt sich unter anderem mit den Auswirkungen von staatlichen Umsiedlungsprogramme und mit traditioneller Thailändischer Kunst. Es waren einige schöne Bilder dabei, beispielsweise eine Serie, in dem traditionelle Stoffmuster mit beinahe kalligrafisch anmutenden breiten Strichen verbunden waren.

Weiter ging es in das Textilmuseum der Nationalbank. Hier gab es nochmals eine Einführung zur Herstellung und Bedeutung der thailändischer Stoffmuster.

Obwohl (oder weil?) es sich hierbei um eine Staatliche Einrichtung handelt, griff man bei der Wahl der Schriften für die Ausstellung auf die eher langweiligen Comic Sans, Verdana und Eurostyle zurück.

Dann ging es in das Containermuseum 31st Century Museum of Contemporary Spirit, das halb im Dschungel lag. In den Container wurde uns ein paar Werke gezeigt. Außerdem
durften wir das Atelier betreten. Diese ungewöhnliche Haus hat der Künstler selber gebaut, mit Löcher im Boden und der Decke. Durch diese Löcher wächst ein Baum, der vor dem Haus schon da war. Es war heute sehr schwül und es gab sehr viele Mücken. Wir sprühten uns alle immer sehr fleißig ein.

Bevor wir zurück in unser Hotel gingen, haben wir noch einmal einen Abstecher zum Tempelkomplex Wat Umong gemacht.

In Thailand ist es üblich, die Schuhe auszuziehen, wenn man einen Raum betritt. Egal, ob in der Galerie, dem Museum oder den Tempel. So oft wie heute haben wir unserer Schuhe noch nie an- und ausgezogen.

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Reisetag & Chiang Mai

20130731-195736.jpgHeute war Reisetag, deswegen gibt es wenig zu berichten. Nach dem Frühstücken flogen wir nah nach Chiang Mai.

Nun sind wir also mit unserer Reisegruppe zusammen (insgesamt 18 Leute), mit der wir die nächsten neun Tage verbringen werden. Es sind lauter nette und interessante Leute. Nach einem kurzen Treffen in der Hotellobby gingen wir zuerst in eine Bar zum Wein- bzw. Biertrinken. Dort gab es eine kurze Einweisung zu unserer Reise. Ab sofort gibt es jeden Tag viele Programmpunkte, der Bildungsurlaub beginnt! (Von Entspannung ist nun keine Rede mehr.)

Danach fahren wir zum ersten Mal mit dem Tuk Tuk zum Abendessen. Wegen 99% Regenwahrscheinlichkeit nahmen wir einen Regenschirm mit. Es fiel aber kein einziger Tropfen. Hoffentlich bleibt das auch in den nächsten Tagen so!

Das thailändische Lokal ist etwas außerhalb der Stadt und ein Geheimtipp. Dort können wir viele typisch thailändische Speisen probieren. Zurück im Hotel müssen wir nun langsam schlafen. Morgen früh um 7 Uhr geht es wieder weiter. Gute Nacht!

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Khai Islands

Das darf doch nicht wahr sein! Wir sind ja noch kaum angekommen und schon ist das wieder unser letzter Tag (in Phuket).

Wir sind heute schon wieder sehr früh aufgestanden, um 6:15 Uhr – also in aller Früh um 1 Uhr MEZ – aber an die Zeitumstellung haben wir uns inzwischen recht gut gewöhnt. Und zwar haben wir gehört, ein Phuket-Urlaub sei nicht komplett, wenn man sich nicht an den scharfen Korallen die Beine aufgeschnitten hat. Wir müssen also noch dringend bei einer Inselrundfahrt teilnehmen. Und eigentlich wollten wir auch mal ein paar thailändische Inseln mit den weißen Stränden und türkisblauen Wasser sehen.

Nach dem hektischen Frühstück (nur 15 Minuten Zeit bei einem umfangreichen Frühstücksbüffet ist doch etwas knapp :-) ) wurden wir mit einem Bus voller netter Japaner vor dem Hotel abgeholt. Gemeinsam ging es an einen Pier in Phuket und von dort auf ein Speedboot.

Nachdem wir mit Schwimmflossen und -Schnorchel ausgestattet wurden und außerdem gewarnt wurden, bitte nicht auf einen Seeigel zu treten, ging’s dann endlich los. Vorbei an den vielen Fischerkuttern fuhren wir nach Khai Nai Island zum Schnorcheln.

Auch heute haben wir von der Regenzeit nicht viel mitbekommen: Es war ein bisschen bewölkt aber meistens sonnig. Allerdings war der Wind recht stark, so dass es auch Wellen gegeben hat. Es war gar nicht so einfach, mit den Schwimmflossen und bei diesen Wellen im flachen Wasser voranzukommen. Ein paar Meter weiter vom Strand weg konnten wir uns dann aber ins Wasser plumpsen lassen und mit den Schwimmen beginnen. Und es hat sich rentiert: Wir sahen viele schöne bunte Fische.

imageWeiter ging es über Khai Nui Island, mit noch mehr bunten Fischen (und den ersten Seeigeln), nach Khai Nok Island, für deren Erkundung wir nochmals eine Stunde Zeit hatten. Wir leisteten uns zwei Liegestühle mit Schirm für umgerechnet 3,50 Euro.

In einem Punkt haben wir versagt: An den scharfen Korallen haben wir uns beide nur geringfügig geschnitten. Vielleicht holen wir das ja ein anderes mal nach.

Unser Bootsfahrer hatte es am Schluss wohl etwas eilig und fuhr sehr schnell nach Phuket zurück. Weil wir ganz vorne im Bug saßen ist das Speedboot ganz schön auf den Wellen rumgetanzt. (Alleine damit könnte man auf der Wiesn vermutlich viel Geld verdienen.)

Apropos tanzen. Nachdem wir abends in einem winzigen einheimischen Restaurant gegessen hatten – wir mussten zirka 15 Minuten auf unseren Platz auf einer Bank neben Thais und Japaner warten – ging es ab zur Partymeile von Patong. Ganz so, wie es sich für einen letzten Abend eben gehört. Wir haben verschiedene Bars und verschiedene einheimische Biere probiert, Mädchen (bekleidet!) beim Tanzen zugeschaut und bei Livemusik den Abend ausklingen lassen.

Morgen ist wieder Reisetag. Es geht von Phuket nach Chiang Mai. Damit ist zwar unser Strandurlaub leider zu Ende, der eigentliche Urlaub, also die Studienreise (mit der Typographischen Gesellschaft), beginnt aber erst jetzt! Wir sind gespannt, was uns noch alles erwartet!

PS: Vielen Dank für das positive Feedback zu diesem Blog, über das wir uns sehr freuen!

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Foto, Reise, Thailand

Abends am Patong Beach

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